Hall of Shame Part 3


Doktaspiele – oder der Doppeldeutsche und das letzte Hemd!

Das Spiel mit den Preferance Karten ist eine, nicht für jeden Steirer zugängliche, Kunst. Gut, soweit die gesicherten und allgemein bekannten Fakten. Die Spinne, vor dem ersten Törn als Ausnahmetalent und Gott der (doppeldeutschen) Spielkarten angekündigt, verspielte diesen Nimbus jedoch innerhalb eines einzigen Gefechtes in fast schon bewundernswerter Hartnäckigkeit.


 

Selbst beim theoretischen Eintreffen der vom Alten lautstark angekündigten Bora (siehe Hall of Shame Part 4) hätten wir „Weana Bazis“ – die Schande der ganzen Adria und meinereiner – ihm mit gefesselten Händen das letzte Hemd ausgezogen, wenn er denn eines angehabt hätte. Und das schneller als der Alte „Bora, Bora, Bora“ sagen kann. Nun, diese verheerende Niederlage am Spieltisch hinterließ natürlich ernstzunehmende Spuren im Gemüt der Spinne. Seit diesem traumatischen Erlebnis bewegt er sich an Bord nur mehr in Ausnahmesituationen. Zum Beispiel um einen einen großen Bogen um die Spielkarten zu machen. Und ja, auch um die doppeldeutschen.

Eine etwas bessere Performance im Preferancespiel hat dagegen der Neue aufzubieten. Kein großartiges Wunder allerdings, kommt er doch nicht aus der grünen Mark sondern ist im Burgenland beheimatet. Durch die natürliche Nähe zu Ungarn, die als Erfinder der Preference gelten, ist ihm das Spiel ja fast schon in die Wiege gelegt geworden. Aber auch ihm sind unübersehbare Schwächen zueigen, die sich meist im „nicht einfordern“ der Herzprämie manifestieren.

Das Spiel mit den Mäxchenwürfel wiederum ist eine, für alle Steirer nicht zugängliche, Kunst. Gut, soweit die gesicherten und allgemein bekannten Fakten. Doch selbst im inneren Steirerkreis (bekennende und verdrängende) gilt der Dokta als unerreichbare Benchmark, als Mordor der Würfel. Dabei ist sein Spiel auf verblüffend einfachen Denkweisen und Strategien aufgebaut. Nämlich die der völligen Unkenntnis und vorsätzlicher Ignoranz jeglichen Regelwerks. Erstaunlicherweise hat er damit aber mehr Erfolg als der dritte im Steirerbund, der Alte. Dessen dilettantische Bluff-Versuche enden regelmäßig mit dem sprichwörtlichen Schuss ins eigene Knie.

Und ja, die Spinne hätte gerne doppeldeutsche Würfel.

Steirer united!

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